Für Freunde und Nachbarn
So helfen Sie wirklich.
Wenn jemand in Ihrem Umfeld einen Menschen verloren hat, plötzlich einen Pflegefall in der Familie hat oder sich trennt, möchten viele helfen und wissen nicht, wie. Hier sind konkrete Ideen.
Konkret anbieten
„Melde dich, wenn du etwas brauchst“ ist gut gemeint, aber in einer Ausnahmesituation meldet sich kaum jemand. Besser ist ein konkretes Angebot, auf das man nur Ja sagen muss:
- „Ich bringe dir am Donnerstag etwas zu essen vorbei.“
- „Ich hole die Kinder am Mittwoch von der Schule ab.“
- „Ich gehe Samstag für dich einkaufen. Schick mir einfach eine Liste.“
Praktisch entlasten
- Essen vorbeibringen, das man nur aufwärmen muss.
- Einkaufen, Müll rausbringen, Blumen gießen, den Hund ausführen.
- Fahrten übernehmen, etwa zum Bestatter, zum Arzt oder zur Pflegeberatung.
- Die Post durchsehen und nach Wichtigem sortieren, wenn das gewünscht ist.
Bei Terminen und Anrufen begleiten
Vielen fällt es schwer, bei Behörden, Banken oder Versicherungen anzurufen. Bieten Sie an, dabei zu sein, mitzuschreiben oder Unterlagen zu kopieren. Den eigentlichen Anruf führt meist die betroffene Person selbst, aber mit jemandem an der Seite ist er leichter.
Da bleiben, auch später
In den ersten Tagen melden sich viele, nach ein paar Wochen wird es still. Gerade dann hilft eine Nachricht, ein Spaziergang oder ein Kaffee. Denken Sie auch an Tage, die schwer sein können, etwa Geburtstage oder Feiertage.
Was oft mehr belastet als hilft
- Ungefragte Ratschläge, was man jetzt tun oder lassen sollte.
- Vergleiche mit eigenen Erlebnissen, die das Gespräch auf sich selbst lenken.
- Drängen, dass es doch „langsam wieder gehen“ müsse.
Zuhören, da sein und praktisch anpacken ist meist mehr wert als die richtigen Worte.
Den Überblick teilen
Unsere Pläne helfen, die vielen Aufgaben zu sortieren. Sie können ihn gemeinsam ansehen und Aufgaben untereinander aufteilen: